Dreigeteiltes Wettkampfwochenende weckt Erwartungen

Gleich an drei Schauplätzen waren die Aqua-Schwimmer in Aachen, Wuppertal und Bochum unterwegs. Dabei ging es für die erste Mannschaft darum, sich für die anstehenden Deutschen Kurzbahnmeisterschaften, die vom 23.-26.September in Wuppertal ausgetragen werden, vorzubereiten. Als Testwettkämpfe dienten dazu das 37.Euregioschwimmen in Aachen, sowie ein Testwettkampf des SV Bayer Wuppertal in der Schwimmoper. Für die von Henrik Heitmann betreute Nachwuchsmannschaft hingegen war das vergangene Wochenende mit der Bochum-Challenge im dortigen Unibad ein erster Test für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften auf der 50m-Bahn, Welche vom 26.-30.Oktober in Berlin stattfinden werden. Für beide anstehenden Meisterschaften weckten die vom 11.-12.September an den drei Orten erzielten Ergebnisse positive Erwartungen.

Staffelzusammensetzungen für die DKM in Wuppertal nehmen Gestalt an

Für die meisten Aktiven der ersten Mannschaft geht es darum, sich einen Staffelplatz in den in der Vergangenheit bei deutschen Kurzbahnmeisterschaften enorm erfolgreichen Staffeln des SC Aqua Köln sichern zu können. Jan Nigl und Lukas Tietze präsentierten sich hierzu beim 37.Euregioschwimmen des Aachener SV 06. Während Jan Nigl sein bestes Resultat über 50m Rücken in 0:26,07 einfuhr und Platz eins belegte, konnte Lukas in 0:24,04 über 50m Freistil als Zweiter des Wettkampfes sich für die Staffeln empfehlen. Weitere Resultate lieferte Jan als Erster über 100m Rücken in guten 0:58,47, sowie über 50m Freistil und 50m Schmetterling als Vierter. Tietze errang über 100m Freistil in 0:54,40 Platz drei; sowie über 50m Schmetterling Platz fünf.

Beim Bayer-Schwimmfest in der Schwimmoper gingen insgesamt neun Schwimmerinnen-und Schwimmer des SC Aqua an den Start. Jessica Felsner ist als „Feste Größe“ sowohl in den Staffeln als auch auf den Einzelstrecken für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften gesetzt. Sie testete in Wuppertal in den Vorläufen über 50m Freistil (Platz Zwei in 0:25,40); sowie über 100m Schmetterling (Platz Eins in 1:00,75). Für beide Finals meldete sich Felsner ab. Auch Moritz Kemper ist für die DKM über die Bruststrecken (50 und 100m) qualifiziert. Über 50m Freistil erzielte Kemper als Neunter in 0:23,73 eine neue persönliche Bestleistung und empfahl sich hiermit für die Staffel. Über 50m Brust gewann Moritz das Finale in guten 0:27,42. Auch über 100m Brust erzielte Kemper in 1:01,76 als Erster des Vorlaufes eine gute Zeit, meldete sich allerdings für das Finale ab. Einen hervorragenden Wettkampf absolvierte Andreas Rossa im Wuppertaler Becken am Johannesberg. Gleich zwei persönliche Bestleistungen gelangen Rossa als Erster über 100m Lagen (0:56,66); sowie als Fünfter über 50m Schmetterling (0:25,11). Auch über 200m Lagen gewann Andreas in 2:04,90. Gleich fünf Bestleistungen lieferte Theresa Bechtel in der Schwimmoper ab. Besonders beeindruckend war ihre erzielte Zeit von 0:58,81 über 100m Freistil. Weitere persönliche Rekorde gelangen Theresa über 50m Schmetterling in 0:29,14; 200m Lagen (2:29,42); 400m Freistil (4:38,28) sowie über 50m Freistil in 0:27,96. In Hinblick auf die Lagenstaffel interessant dürfte die von Mariella Ewald erzielte Zeit über 50m Rücken in 0:29,06 sein. In Wuppertal erreichte Mariella im Vorlauf bei starker Konkurrenz damit den zweiten Platz. Marcel Nagy schwamm über 50m Freistil in 0:23,51 im Vorlauf zu Platz Sieben.

Auch Stefan Ullosat nutze den Wettkampf in Wuppertal, um sich für die Freistilstaffel empfehlen zu können. In der Schwimmoper schlug Stefan über 50m Freistil in 0:24,10 an. Nils Mündelein erzielte über die gleiche Strecke eine 0:24,45. Kateryna Pokrass absolvierte ihre Starts über 50m Freistil in 0:27,06 und 50m Brust in 0:34,00.

Nachwuchsmannschaft startet im prall gefüllten Bochumer Unibad

Zur Bochum-Challenge im dortigen Unibad hatten sich 47 Vereine eingefunden. Der SC Aqua Köln startete in Bochum mit seiner Nachwuchsmannschaft. Die Veranstaltung platzte nahezu aus allen Nähten, denn es galt 3642 Starts abzuwickeln. Gleichzeitig musste aber auch ein Hygienekonzept eingehalten werden. Diese Rahmenbedingungen stellten sowohl die Aktiven, als auch die Trainer und Betreuer vor eine große Herausforderung. Sechs Schwimmerinnen-und Schwimmer hatte Trainer Henrik Heitmann in Bochum zu betreuen. Gabriel Holzwardt hat bereits über alle drei Brust-Strecken seine Starts für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften sicher. Auch über 50m Schmetterling gehört Gabriel im Jahrgang 2007 zu den Top 20. In Bochum testete er auf den erwähnten Strecken und war als Erster seines Jahrganges jeweils erfolgreich. Seine stärkste Leistung zeigte Holzwardt im Finale über 50m Brust, welches er in 0:31,43 absolvierte. Agnes Lockstein (Jahrgang 2007) ist zurzeit dreifach in den Top 20 für die Titelkämpfe in Berlin platziert. Sie besticht dabei auf den drei Schmetterling-Strecken. Auch Agnes testete in Bochum über die erwähnten Strecken. Das Finale über 50m Schmetterling gewann Lockstein in 0:30,46. Über 100 und 200m Schmetterling schwamm sie zu Silber. Ebenfalls zu Silber schwamm Agnes über 200m Lagen und 100m Freistil. Über die letztgenannte Strecke stellte sie in 1:04,01 eine neue persönliche Bestleistung auf. Einen herausragenden Wettkampf lieferte Nils Förster (Jg.2004) ab. Bei vier Starts erreichte Nils allesamt persönliche Bestleistungen und belohnte sich selbst im Finale über 50m Schmetterling als Dritter in 0:27,74 mit Bronze, nachdem er bereits im Vorlauf in 0:28,29 zur Bestleistung geschwommen war. Ebenfalls neue Bestzeiten erreichte Nils über 50m Freistil in 0:26,09; sowie über 100m Freistil in 0:57,24. Auch Björn Förster (Jg.2007) steigerte seine Bestleistungen über 50m Rücken (0:38,30/Platz 8); 100m Freistil (1:12,63/Platz 19); sowie über 200m Lagen (3:04,06/Platz 12). Janis Förster (Jg.2005) schwamm über 50m Brust in 0:38,11 zur Bestleistung und Platz 14. Auch über 50m Freistil und 100m Brust steigerte Janis seine persönlichen Rekorde. Georg Lockstein (Jg.2007) hatte sein bestes Resultat als Vierter über 200m Lagen in 3:01,09. Über 50m Schmetterling gelang ihm als Fünfter in 0:32,68 gar eine neue persönliche Bestmarke. Trainer Henrik Heitmann konnte mit den erzielten Zeiten seine Schützlinge in Hinblick der bereits erwähnten schweren Rahmenbedingungen sehr zufrieden sein. Die an allen drei Orten erzielten Zeiten wecken auf jeden Fall nach der langen Wettkampfpause Erwartungen für die zukünftigen Höhepunkte in Wuppertal und Berlin.

Jessica Felsner wird Deutsche Meisterin über 50m Freistil

Zu den 132.Deutschen Titelkämpfen auf der Langbahn hatte sich vom 3.-6.Juni die deutsche Schwimmelite erneut in Berlin versammelt, um die Deutschen Meisterinnen-und Meister zum Abschluss einer in jeder Hinsicht schwierigen Saison krönen zu können. Mit von der Partie waren auch drei Aktive des SC Aqua Köln. Mit Jessica Felsner hatte der SC Aqua erneut den Anspruch, die schnellste Deutsche Sprinterin über 50m Freistil ins Becken des Europa-Sportparks über 50m Freistil zu schicken. Felsner hielt dem Druck stand und holte sich den Titel über ihre Spezialstrecke souverän. Zudem glänzte Andreas Rossa mit persönlichen Bestleistungen über 50m Schmetterling. Ebenso wie Andreas, erreichte mit Moritz Kemper ein weiterer Starter des SC Aqua das B-Finale.

Schwierige Vorbereitung im Vorhinein für viele Schwimmerinnen-und Schwimmer
Die Meisterschaften in Berlin dienten einigen Schwimmerinnen-und Schwimmern zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio. Andere Aktive waren gänzlich ferngeblieben, um sich separat auf den Höhepunkt vorbereiten zu können. Für Jessica Felsner, wie auch für Andreas Rossa und Moritz Kemper waren diese Meisterschaften der letzte Wettkampf vor der Sommerpause. Insgesamt 285 Aktive aus 91 Vereinen gingen in Berlin dabei an den Start. Pandemie-bedingt hieß es für viele der Aktiven, fast ohne vorherige Trainingsvorbereitung im Wasser, die Leistung abrufen zu müssen. Als Beispiel dafür sei Moritz Kemper erwähnt, der bis auf die Möglichkeit des Trainingslagers auf Fuerteventura kaum die Möglichkeit gehabt hatte, im Wasser trainieren und sich speziell auf die Titelkämpfe vorbereiten zu können.

Souveräner Titelgewinn zum Saisonabschluss für Felsner
Bereits am 2.Juni war Jessica Felsner zusammen mit ihrem Trainer Mitja Zastrow in Berlin angereist. Ihr erster Einsatz über 100m Schmetterling stand tags darauf an. Den Vorlauf absolvierte Felsner in 1:01,05 und erreichte als Sechste das abendliche A-Finale. Im Finale bestätigte Jessica diese Leistung als Siebente in 1:01,04. Nach einem freien Wettkampftag standen die Sprintstrecken über 50 m Freistil, sowie Schmetterling auf dem Programm. Im Vorlauf über 50m Schmetterling schlug Jessica in 0:26,91 und Platz drei an. Den Vorlauf über 50m Freistil bestritt sie in locker ausgeschwommenen 0:25,41 und ging ebenfalls als Dritte der Vorläufe hinter Nina Kost (SV-Nikar Heidelberg -0:25,30) und Hannah Küchler (AMTV-FTV Hamburg-0:25,34) in das abendliche A-Finale. In diesem Finale steigerte sich Jessica enorm und schlug mit 3/10 Sekunden Vorsprung in 0:25,01 vor den beiden Zweitplatzierten Angelina Köhler (Hannover 96) und Hannah Küchler (AMTV-FTV Hamburg) an. Bereits wenige Minuten später stand das Finale über 50m Schmetterling für Jessica an. Hier fehlte natürlich die Spritzigkeit, um ins Titelgeschehen eingreifen zu können. Mit Platz Fünf in 0:27,76 konnte Jessica trotzdem zufrieden sein. Ihren vierten Start über 100m Freistil am letzten Tag sagte die Kölnerin ab. Mit dem Titelgewinn war sprichwörtlich die Luft raus.

Andreas Rossa zündet über 50m Schmetterling den Turbo zur Bestleistung
Ganz stark trat Andreas Rossa in Berlin auf. Erst nach Erstellung des Meldeergebnisses stand für Rossa fest, dass er als Nachrücker ins Feld der Top 30 aufgenommen war und über 50m Schmetterling am Schlusstag an den Start gehen durfte. Bereits im Vorlauf steigerte Andreas sich zur persönlichen Bestleistung in 0:25,39. Als 14.der Vorläufe hatte er sich damit für das B-Finale am Abend qualifiziert. Hier zündete der Wahl-Kölner den Turbo und steigerte sich nochmals auf 0:25,05 zu Platz Elf. Ebenfalls ins B-Finale schaffte es unser Brust-Speziallist Moritz Kemper. Den Vorlauf absolvierte Moritz in 0:29,31 auf Platz 14. Im B-Finale steigerte sich Kemper auf Platz 13 in 0:29,15. Schlussendlich waren Trainer Mitja Zastrow und unser Sportlicher Leiter Elmar Schneider mit den Ergebnissen in Berlin sehr zufrieden. Die Hoffnung, dass die nächste Saison unter anderen Vorzeichen stehen und nicht wieder Corona für die Haupt-Schlagzeilen sorgen wird, ist der Wunsch aller Schwimm-Sportbegeisterten. Schwimmer brauchen Wasser um ordentlich trainieren zu können. Schwimm-Lerngruppen brauchen Wasser, um Schwimmen erlernen zu können. Es gibt immer weniger Kinder, die das Schwimmen erlernen-Wir hoffen alle, dass sich das zur neuen Saison wieder ändert.

Jessica Felsner überzeugt bei Schwimm- Europameisterschaften

Bei ihrer zweiten Teilnahme an einer internationalen Meisterschaft wusste die für den SC Aqua Köln startende Kölnerin Jessica Felsner bei den Europameisterschaften in Budapest durchaus zu überzeugen und erreichte über ihre Paradedisziplin, den 50m Freistil, das Halbfinale. Bei den europäischen Titelkämpfen vom 17.-23. Mai startete Jessica über drei Strecken und kratzte dabei jeweils knapp an ihren Saisonbestleistungen.

Epochales Schwimm-Stadion in Budapest begeistert Jessica Felsner
Nach der Ankunft am Flughafen in Budapest und Durchführung eines Corona- PCR-Tests ging es Richtung Unterkunft Thermal-Hotel, welches von der deutschen Nationalmannschaft für die Titelkämpfe geordert worden war. Zusammen mit Sportlerinnen und Sportlern aus Spanien, Italien, Israel und den Niederlanden wurden dort die Zimmer belegt und erst einmal das Ergebnis der durchgeführten PCR-Tests abgewartet. Mit Bente Fischer von der Neckarsulmer Sport-Union teilte sich Jessica ein Doppelzimmer. Nach erfolgter Negativ-Bescheinigung des PCR-Tests konnten die Wettkämpfe starten. Ein Shuttle-Service, welcher halbstündig Richtung Wettkampfstätte fuhr, brachte die Sportlerinnen und Sportler in ein Schwimm-Stadion, welches auf Jessica Felsner in jeder Hinsicht epochal wirkte. Die 2017 erbaute Duna-Arena fasst Platz für 8000 Zuschauer und gehört zu den größten Schwimmhallen Europas.

Wiedersehen mit Janina Braun in der Duna-Arena
Eine große Überraschung erwartete Felsner in Budapest. Mit Janina Braun vom VFL Osnabrück war eine Trainerin für Jessica Felsner zuständig, mit der sie noch 2009 bei den NRW-Meisterschaften zusammen zu Staffel-Gold über 50m Lagen geschwommen war. In Budapest war Janina Braun im DSV-Trainerteam mit von der Partie.

Halbfinale als Sahnehäubchen und überzeugende Vorläufe
Bereits am ersten Wettkampftag stand für Felsner ihre Spezialdisziplin auf dem Programm. Über 50m Freistil schwamm Jessica in 0:25,09 im Vorlauf knapp an ihrer bisherigen Saisonbestleistung heran und erreichte als 16.das abendliche Halbfinale. Hier belegte sie in 0:25,14 als Sahnehäubchen den 15. Platz. Nach drei Tagen ohne Wettkampf ging es für Jessica über 100m Freistil ins Wasser. Auch bei ihrem zweiten Start überzeugte die Kölnerin in 0:56,01 und Platz 39. Hierbei war sie die schnellste Deutsche Starterin vor Jessica Steiger und Julia Mrozinski. Am vorletzten Tag der Titelkämpfe ging es für Felsner über 50m Schmetterling ins Budapester Becken. Auf dieser Strecke hat sich die Kölnerin im vergangenem Jahr enorm gesteigert und deckte auch in Budapest auf, dass ihr das Schmettern sehr gefällt. Trotz mäßigem Start schwamm Felsner wiederholt unter die 27-Sekundenmarke und schlug in 0:26,93 und Platz 29 an. Mit gutem Gefühl ging es am 24.Mai für Jessica Felsner zurück mit dem Flieger Richtung Düsseldorf.

Nächster Höhepunkt wartet bei den Deutschen Titelkämpfen in Berlin
Bereits am 2.Juni geht es für Felsner zusammen mit Trainer Mitja Zastrow zum nächsten Wettkampf. Ab dem 3.Juni stehen für sie die deutschen Titelkämpfe auf der Langbahn in Berlin auf dem Programm. Mit Moritz Kemper und Andreas Rossa werden zwei weitere Schwimmer des SC Aqua Köln im Europa-Sportpark an den Start gehen.

Statt Olympia in Tokio zur EM nach Budapest

Die vergangenen Wochen waren für das Umfeld des SC Aqua Köln, dem Trainer Mitja Zastrow sowie Jessica Felsner, der schnellsten Frau Deutschlands über 50m Freistil sehr stressige und wegweisende Wochen. Sowohl beim Eindhoven Qualification Meet vom 9. – 11.4, als auch bei der DSV-Olympiaqualifikation in Berlin (16.-18.April) ging es für Felsner darum, die letzte Chance für ein Ticket nach Tokio über ihre Spezialstrecke, den 50m Freistil zu buchen. Mit Veranstaltungsende des Wettkampfes in Berlin ist festzuhalten, dass dieses große Ziel verpasst worden ist. Gleichwohl hat Jessica Felsner aber die Normzeit für die EM 2021 in Budapest erfüllt, und wird für den DSV vom 10.-23. Mai dort an den Start gehen. Nach jetzigem Stand ist von einer Nominierung auszugehen.

Tiefpunkt beim Qualification Meet in Eindhoven
Noch im August 2020 hatte Jessica Felsner bei einem Wettkampf im niederländischen Hengelo über 50m Freistil in 0:24,93 aufhorchen lassen. Lediglich 18/100 Sekunden fehlten zur gesetzten Norm von 0:24,75 für Tokio. Der Optimismus war groß, bei den anstehenden Wettkämpfen in Eindhoven und Berlin die gesetzte Hürde im letzten Moment noch überspringen zu können. Beim Wettkampf in Eindhoven verpasste Jessica allerdings dieses Ziel eindeutig. 0:25,50 standen nach Zielanschlag über 50m Freistil zu Buche. Auch über 100m Freistil verpasste Felsner ihre Bestleistung in 0:57,20 um 1,6 Sekunden eindeutig. Lediglich über 50m Schmetterling konnte sie in 0:26,97 ein halbwegs gutes Resultat erzielen-Aufarbeitung war nach diesem Wettkampf angesagt, denn bereits eine Woche später stand die letzte Möglichkeit der Qualifikation in Berlin an.

DSV-Qualifikation in Berlin mit positiven Signalen für Felsner
In der Woche danach ging es darum, die Schlüsse aus dem Wettkampf in Eindhoven zu ziehen und eine letzte Vorbereitungsphase für den anstehenden Wettkampf in Berlin einzuleiten. Klar war aber auch, dass die Form zum richtigen Zeitpunkt nicht auf dem Punkt getroffen worden war, und es schwer in Berlin werden würde. Allerdings startete Jessica dann in der Schwimmhalle am Europasportpark gleich am ersten Tag fulminant und erzielte über 100m Schmetterling in 1:00,06 eine grandiose neue Bestleistung, indem sie sich um 1,92 Sekunden steigern konnte. Im Finale schlug sie damit als Dritte hinter Lisa Höpink (SG Essen) und Aliena Schmidtke (SC Magdeburg) an. Am nächsten Tag stand für Felsner der nächste Start über 100m Freistil an. Im C-Finale schlug sie in 0:56,11 an. Am letzten Tag schwamm Jessica im Vorlauf über 50m Freistil in 0:25,36 die schnellste Zeit. Im Finale konnte sie sich zwar noch um 6/100 Sekunden auf 0:25,30 steigern und belegte damit den dritten Platz, aber das große Ziel Olympia war verpasst.

Trainingslager des SC Aqua Köln vom 24.April-8.Mai auf Fuerteventura
Für Jessica Felsner geht es nun vom 24.April an darum, sich für die Europameisterschaften in Budapest vorzubereiten. Insgesamt neun Sportler um Trainer Mitja Zastrow herum werden in Playitas auf Fuerteventura hierzu ein Trainingslager aufschlagen. Für einige Aktive wird es die erste willkommene Begegnung mit dem Wasser im Schwimmbecken seit Monaten sein – der Corona-Pandemie geschuldet.

Finale Phase zur Olympiaqualifikation beginnt in Heidelberg

Für Jessica Felsner und ihrem Trainer Mitja Zastrow hat die entscheidende Phase zur Olympiaqualifikation für Tokio begonnen. Der erste der drei aufeinander folgenden Wettkämpfe stand vom 3. bis 4. April am Olympiastützpunkt in Heidelberg an. Die ursprünglich in Würzburg angesetzte Veranstaltung war im Zuge der Corona-Pandemie vom DSV kurzfristig nach Heidelberg verlegt worden. 90 Kaderschwimmer absolvierten an der Wettkampfstätte, die eigentlich eine reine Trainingsstätte ist, in den Vorläufen insgesamt 237 Starts. Jessica Felsner startete in Heidelberg über ihre Paradestrecken, den 50m und 100m Freistil. Felsner überzeugt über 100m Freistil.

Deutsche Rekorde purzeln in Heidelberg
Nach Ankunft am Vortag im NH-Hotel Heidelberg, stand für Jessica am 3. April der erste Start über 100m Freistil an. Nach erfolgtem negativen Corona-Test durften die Aktiven die Schwimmhalle betreten. Getestet wurde täglich im eingerichteten Testzentrum in der Nähe der Schwimmhalle. Bereits im Vorlauf konnte Jessica über 100m Freistil in 0:56,11 überzeugen. Im abendlichen Finale steigerte sich Felsner auf 0:55,97 und belegte hinter Annika Bruhn von der Neckarsulmer Sport-Union (0:55,00) und Marie Pietruschka (SSG Leipzig-0:55,01) den dritten Platz. Für zwei Paukenschläge sorgten am ersten Wettkampftag David Thomasberger (SSG Leipzig), der in 1:55,04 Minuten mit neuem Deutschen Rekord über 200m Schmetterling aufwartete, sowie Fabian Schwingenschlögl, der über 100m Brust in 0:58,95 ebenfalls mit neuem Rekord als erster deutscher Schwimmer die 59-Sekundenmarke knacken konnte. Beide Schwimmer lösten mit den erzielten Zeiten ihre Olympia-Tickets.

Jessica Felsner erfüllt Norm für Europameisterschaften in Budapest
Über 50m Freistil ging es am Sonntag für Felsner darum, festzustellen, wie weit die Spritzigkeit für die weiteren anstehenden Qualifikations-Wettkämpfe schon vorhanden ist. Mit ihrem Trainer hatte sie vor allem auf Starts und Schnelligkeit auf den ersten Metern trainiert. Insofern war der Wettkampf in Heidelberg als Test sehr wichtig. Im Vorlauf schlug Jessica nach 0:25,28 an und unterbot die Qualifikationsnorm für die Europameisterschaften in Budapest um 2/100 Sekunden. Das abendliche Finale über die gleiche Strecke absolvierte sie in 0:25,25 und schlug als Erste vor Lia Neubert (SSG Leipzig – 0:26,24) an. Positiv darf man die Steigerung im Finale allein deshalb bewerten, da sich die Veranstaltung in die späten Abendstunden gezogen hatte und eine enorme Hitze in der Halle es allen Aktiven, Betreuern und Kampfrichtern nicht gerade einfach gemacht hatte. Die Qualifikationsnorm für Tokio über 50m Freistil ist auf 0:24,75 Minuten gesetzt. Als nächster Qualifikations- Wettkampf ist vom 9. bis 11.4. in Eindhoven das Eindhoven Qualifikation Meet oder die 30. Internationale Veranstaltung der Gothaer and Friends vom 10, bis 11.4. in Magdeburg geplant. Wo Felsner starten wird, ist davon abhängig, wie die Quarantänebestimmungen nach Rückreise aus den Niederlanden seitens der Gesundheitsämter bewertet werden. Diese Frage ist derzeit noch nicht geklärt, aber wichtig für den abschließenden Olympia-Qualifikationswettkampf vom 16 bis18. April in Berlin.

14 Medaillen beim Testwettkampf des SV Bayer

Zum zweiten Testwettkampf unter Corona-Bedingungen hatte der SV Bayer Wuppertal am 10./11.10.2020 insgesamt 14 Vereine zu Gast. Mit 1148 ausgetragenen Einzelstarts von 164 Teilnehmern war der Wettkampf recht gut besucht. Auch Elf Aktive des SC Aqua Köln nutzten die Veranstaltung am Küllenhahn in Wuppertal zur Formüberprüfung. Auf der 50m-Bahn absolvierten die Schützlinge von Mitja Zastrow und Pascal Hartwich insgesamt 36 Einzelstarts und durften sich über 14 Podest-Plätze freuen.

Der Nachwuchs glänzt mit vielen neuen Bestzeiten

Besonders die Nachwuchsschwimmer des SC Aqua wussten im Wuppertaler Schwimmleistungszentrum ihren Trainer Pascal Hartwich zu überzeugen und schwammen zahlreiche persönliche Bestleistungen. Gabriel Holzwardt (Jg.2007) ging über vier Strecken an den Start und ließ dabei Garnichts anbrennen. Sämtliche Starts beendete Holzwardt auf Platz Eins. Über 200m Brust schwamm er in 2:37,61 zur persönlichen Bestleistung. Über 200m Lagen erzielte er in 2:35,38 ebenfalls eine neue Bestmarke. Weitere Siege fuhr Gabriel über 50m Brust (0:32,18); sowie über 100m Brust (1:13,74) ein. Agnes Lockstein (Jg.2007) erzielte bei ebenfalls vier Starts drei neue Bestmarken. Über 100m Schmetterling gelang ihr in 1:10, 74 sogar der Sprung auf Platz Eins. Weitere Bestzeiten lieferte Agnes über 50m Schmetterling in 0:31,23 (Platz Zwei); sowie über 50m Freistil (0:30,02-Platz Drei). Über 200m Schmetterling schlug Lockstein in 2:54,04 Minuten als Erste ihres Jahrganges an. Ihrem Bruder Georg Lockstein (Jg.2006) gelangen in Wuppertal die größten Leistungssprünge: Alle vier Starts hatten für Georg Bestzeiten zur Folge. Über 50m Freistil blieb er mit 0:29,61 zum ersten Mal unter der 30-Sekundenmarke und erreichte im Jahrgang Platz Sechs. Jeweils Siebter wurde Lockstein über 100m Freistil (1:07,56) und 200m Freistil (2:29,15). Auch über 50m Rücken steigerte er sich in 0:36,59 zur Bestleistung und belegte im Jahrgang den fünften Platz. Maxim Schmidt erzielte im Jahrgang 2006 zwei Bestzeiten über 50m Brust (0:34,68-Platz Zwei) und 100m Brust (1:20,30-Platz Vier). Über 200m Brust belegte Maxim in 2:59, 21 den dritten Platz.

Weitere Podest-Plätze in der Wertung der älteren Jahrgänge

Weitere vordere Platzierungen errangen aber auch die anderen teilnehmenden Sportlerinnen-und Sportler des SC Aqua Köln. Jan Nigl startete über 50m Rücken und gewann die Wertung der Jahrgänge 2004 und älter in 0:27,97. Kateryna Pokrass schlug über 100m Freistil hinter Jessica Steiger (Vfl. Gladbeck) in 0:58,54 als Zweite an. Über 50m Brust belegte Pokrass in 0:34,21 den vierten Platz. Theresa Bechtel hatte ihre beste Platzierung als Dritte über 200m Freistil in 2:13,70. Über 50m Freistil sprintete Bechtel in 0:28,72 zur persönlichen Bestleistung und errang damit Platz Acht. Ebenfalls Bestleistung lieferte sie als Siebente über 50m Schmetterling in 0:30,04. Eine weitere Silber-Medaille für den SC Aqua holte Andreas Rossa über 200m Lagen in 2:15,13. Sanne Leyendecker ging in Wuppertal über 100m Freistil an den Start und schlug in 1:01,56 auf Platz acht an. Nils Förster gelangen über 50- und 100m Schmetterling in 0:28,98; sowie 1:07,71 jeweils persönliche Bestleistungen. Auch über 200m Freistil erzielte Förster in 2:10,10 eine neue Bestzeit. Stefanie Sievernich hatte ihr bestes Resultat über 50m Brust in 0:36,40 als Neunte.

Schwimmer proben den Restart in Hengelo

Bedingt durch Corona hatten die Schwimmer des SC Aqua Köln um ihren Trainer Mitja Zastrow herum seit Mitte März darauf warten müssen, endlich wieder in das Wettkampfgeschehen einsteigen zu dürfen. Vom 12-14. August wurde im holländischen Hengelo die 20. Long Course Challenge ausgetragen. An der im dortigen Twentebad angesetzten Fina-Veranstaltung nahmen auch sechs Schwimmerinnen- und Schwimmer des SC Aqua Köln teil, um sich mit dem Wiedereinstieg in das Wettkampfbecken gegen starke Konkurrenz aus den Niederlanden zu messen. Für die Aktiven aus den Niederlanden bedeutete die Veranstaltung ebenfalls den Wiedereinstieg, da es auch in unserem Nachbarland die erste Veranstaltung nach der Corona-Pause war.

Trainer- und Aktive starten unter veränderten Bedingungen

Welche Veränderungen in der Ausübung des Leistungs-Schwimmens erfolgt sind, wurde den Aktiven in Hengelo bewusst. Die im City-Hotel untergebrachte Mannschaft musste sich zum Frühstück mit einem Lunchpaket begnügen-Das gewohnte Frühstücks-Buffet gibt es zu Zeiten Corona nicht. Der Veranstalter gab sich im kleinen und beschaulichen Twentebad sehr viel Mühe, um den Anforderungen gerecht zu werden. So war für die Trainer- und Betreuer eine verbindliche Maskenpflicht angeordnet. Die Duschen waren gesperrt und überall in der Halle waren Desinfektionsstationen aufgestellt. Der Zeitplan wurde strikt eingehalten, so dass die Schwimmer sich stressfrei auf den Wettkampf konzentrieren konnten. Auch die kleine Teilnehmerzahl von 104 Aktiven wurde sehr positiv aufgenommen, da jeder Restart erst einmal auch ein gewisses Risiko beinhaltet.

Felsner mit Top-Einstieg / Bestzeiten für Vieth und Theresa Bechtel

Der DSV hatte im Vorhinein die Veranstaltungen, welche als Qualifikationswettkämpfe für die olympischen Spiele in Tokyo zählen, benannt. Hengelo zählte nicht dazu, bot aber mit seinem starken Teilnehmerfeld um Ranomi Kromowidjojo und Femke Heemskerk herum für Jessica Felsner eine willkommene Gelegenheit, sich auf den Sprintstrecken mit der Weltklasse zu messen. Bereits am ersten Wettkampftag sorgte Jessica für ein Top-Resultat: Im Vorlauf über 50m Schmetterling stellte sie in 0:26,93 Minuten eine grandiose neue persönliche Bestleistung auf und qualifizierte sich als Fünfte für das abendliche A-Finale. In diesem Finale klappte bei Jessica dann einfach Alles. Vom Start bis zum Anschlag zeigte Felsner ein optimales Rennen und schlug in 0:26,39 hinter Maaike de Waard (0:25,93) als Zweite an. Sie hatte sich nochmals gegenüber dem Vorlauf um 54/100 Sekunden gesteigert. Den dritten Platz im Finale sicherte sich Roos Vanotterdijk in 0:26,47. Welche Aussagekraft, die von Jessica Felsner geschwommene Zeit hat, zeigt sich darin, dass im Jahre 2019 nur Aliena Schmidtke in 0:26,14 als DSV-Aktive eine schnellere Zeit anzubieten hat. Für 2020 hat sich Jessica nunmehr an die Spitze der Bestenliste gesetzt. Über 100m Freistil belegte Felsner in 0:56,47 Minuten nach dem Vorlauf Platz neun und qualifizierte sich damit für das B-Finale. Hier bestätigte sie in 0:56,20 den neunten Platz. Ihren dritten Einsatz hatte Jessica am Schlusstag über 50m Freistil. Den Vorlauf absolvierte die Olympiakandidatin in 0:25,08 Minuten als Dritte. Im abendlichen Finale konnte sich Felsner nochmals steigern und schlug hinter Ranomi Kromowidjojo (0:24,52) in 0:24,93 als Zweite an. Dabei verpasste die Kölnerin ihre persönliche Bestleistung um lediglich 2/100 Sekunden. Platz drei belegte Kim Busch in 0:25,10. Eileen Vieth ging über zwei Strecken in Hengelo an den Start: Den Vorlauf über 50m Rücken absolvierte Eileen in 0:31,01 als Neunte. Im abendlichen B-Finale konnte sich Vieth auf 0:30,28 zur persönlichen Bestzeit steigern und sicherte sich damit den neunten Platz. Im Vorlauf über 50m Freistil belegte Vieth in 0:27,26 Platz elf. Im B-Finale steigerte sie sich auf 0:27,14 und erreichte damit den zwölften Platz. Auch Theresa Bechtel schwamm in Hengelo zwei persönliche Bestzeiten. Nach Platz zehn im Vorlauf über 200m Freistil in 2:12,63 Minuten steigerte sie sich im B-Finale auf 2:10,13 Minuten und bestätigte damit Platz Zehn. Im A-Finale über 400m Freistil steigerte sich Theresa ebenfalls zur persönlichen Bestleistung zu Platz vier in 4:38,40 Minuten.

Trainer Mitja Zastrow mit dem Wiedereinstieg sehr zufrieden

Auch die weiteren Teilnehmer des SC Aqua konnten ihren Trainer zufrieden stellen. Stefan Ullosat startete nach überstandener Rückenverletzung über 50-und 100m Schmetterling. Den Vorlauf über 50m Schmetterling beendete er in 0:26,25 auf Platz 13. Im B-Finale steigerte sich Stefan in 0:26,04 auf Platz Elf. Über 100m Schmetterling erreichte er in 0:58,47 das A-Finale als Sechster und bestätigte den Platz im Finale in 0:58,63. Tim Brang belegte über 50m Freistil in 0:24,86 nach dem Vorlauf Platz 17 und bestätigte als Nachrücker im B-Finale in 0:24,94 seine Leistung als Sechzehnter. Auch Rebecca Bechtel hatte mit der geschwommenen Zeit von 9:48,75 Minuten über 800 m Freistil einen guten Wiedereinstieg. Aufgrund der erschwerten Bedingungen der letzten Wochen und Monate, in denen Training im Wasser kaum möglich war, und zuletzt den Aktiven eine Vorbereitung lediglich auf der 25m-Bahn in Bergheim zur Verfügung gestanden hatte, war unser Trainer Mitja Zastrow von den in Hengelo erreichten Zeiten sehr angetan.

Schwimmsaison bis auf Weiteres unterbrochen

Vom 13.-15.März hatte der Veranstalter SG Essen zu den 20.Swim&Fun-Days ins Schwimmzentrum Rüttenscheid die nationale und internationale Konkurrenz geladen. Nach Eingang der Meldungen und Erstellung des Meldeergebnisses freuten sich die Verantwortlichen der SG Essen auf ein durchaus hochkarätiges Feld. Der Fina-Wettkampf diente zur Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio und wurde von vielen nationalen Schwimmerinnen-und Schwimmern diesbezüglich genutzt. Schon bald aber überholten die Ereignisse rund um die ausgebrochene Pandemie bezüglich des Corona-Virus die Verantwortlichen der SG Essen, und stellten die Organisatoren vor große Hindernisse. Der Einlass von Zuschauern wurde als Auflage der Stadt Essen vom Veranstalter zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn unterbunden, um den Wettkampf den Rahmenbedingungen der Pandemie geschuldet, durchführen zu können. Am 13.März starteten die Swim&Fun-Days zwar planmäßig, aber das Teilnehmerfeld hatte sich merklich gelichtet. Einige Hochkaräter um Marco Koch und Jessica Steiger hatten es vorgezogen, der Veranstaltung fernzubleiben. Viele Vereine hatten ihre gesamten Teilnehmerfelder abgesagt, so dass in manchen Vorläufen gähnende Leere auf den Startblöcken herrschte. Für die SG Essen war die Situation keine Einfache, da täglich sich die Situation zuspitzte. Am Sonntag- Nachmittag wurde der sechste und letzte Abschnitt auf Veranlassung der Stadt Essen dann auch nicht mehr zugelassen, um die Anwesenden einer möglichen Ansteckungsgefahr nicht weiter aussetzen zu wollen. Auch vom SC Aqua Köln waren lediglich zehn der ursprünglich 20 gemeldeten Aktiven nach Essen gefahren. Bei 47 durchgeführten Starts schafften die Schwimmer immerhin zehn persönliche Bestzeiten. Freuen konnten sich die Aktiven und ihr Trainer Mitja Zastrow aber nur bedingt. Schließlich stellt sich die Frage, wie es im weiteren Saisonverlauf weitergehen soll. Der DSV hat in einem Entscheid alle Veranstaltungen bis zum 31.Mai auf Eis gelegt. Wie es danach weitergehen soll, steht noch in den Sternen.

Jessica Felsner verpasst Normzeiten für EM und Olympia.

Jessica Felsner wollte den Wettkampf in Essen ursprünglich als Einstiegswettkampf in Richtung Qualifikation für die Europameisterschaften und Olympischen Spiele nutzen. Weitere Fina-Wettkämpfe in Den Haag und Eindhoven, sowie die Deutschen Meisterschaften sollten ihre Zielsetzung darin untermauern. In Essen überzeugte Felsner im Vorlauf über 50m Freistil in 0:25,49 als Schnellste. Im Finale bestätigte sie ihren Vorlauf in 0:25,50 und gewann souverän. Die Normzeiten hatte Jessica allerdings verpasst. Da alle Qualifikationswettkämpfe incl. der Deutschen Meisterschaften abgesagt worden sind, ist ein Nachweis der Normen bis zu den Olympischen Spielen nunmehr nicht möglich. Ob und welche Nominierungskriterien seitens der Fina und des DSV beschlossen werden, wird die Zukunft zeigen.

Acht Finalteilnehmer des SC Aqua

Neben Jessica Felsner konnten noch weitere Schwimmer aus der Domstadt mit Finalteilnahmen glänzen. Hinter Felsner schlug Kateryna Pokrass im Finale über 50m Freistil zusammen mit Rosalie Kleyboldt (Schwimm-Club Wiesbaden) in 0:26,46 als Zweite an. Eileen Vieth wurde in 0:27,26 Fünfte. Sebastian Nuyen erreichte im Finale über 50m Brust in 0:30,44 den Bronzerang. Theresa Bechtel schwamm im Vorlauf über 200m Freistil in 2:11,50 eine persönliche Bestleistung und belegte im Finale in 2:12,39 Platz sechs. Auch über 400m Freistil glänzte Theresa in 4:38,80 mit einer neuen Bestleistung. Stephane Oris erreichte zwei Finals. Über 200m Freistil belegte der Belgier in 2:00,92 den vierten Platz. Über 100m Schmetterling wurde Oris in 1:02,14 Siebenter. Das Jahrgangsfinale über 50m Brust gewann Gabriel Holzwardt in 0:33,11 souverän. Neben Holzwardt glänzte in den Jahrgangs-Entscheidungen aber auch Agnes Lockstein. Sie schaffte in Essen gleich drei neue persönliche Bestleistungen. Im Jahrgangsfinale über 100m Freistil wurde sie mit Bestzeit in 1:05,83 Zweite. Zu Platz Eins schwamm Agnes über 100m Schmetterling in 1:11,00. Ihre dritte Bestleistung erreichte sie über 200m Freistil in 2:24,61 (Platz 3). Gleich vier persönliche Bestzeiten schwamm Nachwuchsschwimmer Nils Förster (JG.2004) in Essen-Rüttenscheid. Besonders über 100m Freistil konnte Nils in 0:57,88 überzeugen und belegte damit Platz 10. Die beste Platzierung gelang Nils über 200m Freistil als Siebenter in 2:10,16. Auch über 50m Freistil und über 50m Schmetterling schwamm Förster neue persönliche Bestzeiten.

 

 

Durchmarsch beider Mannschaften in die Oberliga

Am 9.Februar standen die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen für die Aktiven des SC Aqua Köln auf dem Programm. Zusammen mit ihrem neuen Trainer Mitja Zastrow machten sich die Schwimmer auf dem Weg nach Aachen. In der dortigen Schwimmhalle Ost ging es sowohl für die weibliche; als auch für die männliche Mannschaft darum, den Aufstieg in die Oberliga West zu vollziehen. Für dieses Jahr hat der DSV die Durchführungsbestimmungen für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften geändert. Bei der Kult-Veranstaltung sind wieder die 100m Lagen, sowie auch die nichtolympischen 50m Strecken wieder in das Programm aufgenommen. Außerdem dürfen die 800m als auch die 1500m Freistil-Strecken sowohl weiblich als auch männlich jeweils nur einmal beim kompletten Wettkampf als weitere Neuerung geschwommen werden. Maximal fünf Starts sind je Schwimmer möglich.

Beide Mannschaften des SC Aqua Köln zeigten vom ersten Wettkampf an auf, dass sie die gesteckte Zielsetzung im vollem Fokus angehen würden und schafften als Aufsteiger in die Landesliga in eindrucksvoller Manier den direkten Durchmarsch in die Oberliga West.

Führung nach dem ersten Wettkampf hat bis zum Wettkampfende bestand

Bereits nach dem ersten Wettkampf ging die weibliche Mannschaft in Führung. Sanne Leyendecker absolvierte die 100m Lagen in 1:06,72 und brachte den SC Aqua mit den erreichten 607 Punkten in Front. Diese Führung sollte auch bis zum Wettkampfende bestand behalten. Die Männer starteten mit Sebastian Nuyen, der über 100m Lagen als Zweiter in 0:59,10 hinter Adrian Bierewitz anschlug. Der Mönchengladbacher hatte die Strecke in 0:57,26 geschwommen. Mit dem dritten Wettkampf änderte sich aber auch bei den Herren die Reihenfolge. Moritz Kemper schlug über 100m Brust in 1:02,00 für 721 Punkte an und sorgte dafür, dass der SC Aqua fortan auch die Führung bei den Männern übernehmen, und diese ebenfalls bis zum Wettkampfende nicht mehr hergeben würde. Nach dem ersten Durchgang führte unsere Damenriege mit 9659 Punkten bereits klar vor dem Schwimmteam Köln (9019 Punkte). Die Herrenmannschaft hatte mit 9575 erzielten Punkten die SG Mönchengladbach (8771Punkte) ebenfalls eindeutig auf Distanz gehalten. Auch den zweiten Durchgang absolvierten die Aktiven mit voller Konzentration, so dass am Ende der Veranstaltung herausragende Punktezahlen zu notieren waren. Die weibliche Mannschaft erreichte 19599 Punkte und sicherte sich im Durchgang in Aachen vor dem Schwimmteam Köln und dem gastgebenden Aachener SV 06 souverän den ersten Platz. Die Herren schafften ebenfalls mit 19065 Punkten die 19000-Marke und gewannen in Aachen vor der SG Mönchengladbach und dem Dürener TV 1847.

 

Jessica Felsner und Moritz Kemper erreichen die punktbesten Leistungen

Bei den weiblichen Startern war Jessica Felsner die überragende Schwimmerin. Die punktbeste Leistung der Veranstaltung gelang Jessica über 50m Freistil mit 0:24,27 und 843 Punkten. Hierbei stellte Felsner eine neue persönliche Bestleistung auf. Außerdem zeigte Jessica auch über 100m Freistil in 0:54,46 ihr Können, was für 785 Punkte reichen sollte.  Mit 3758 Punkten war Felsner auch die fleißigste Punktesammlerin der kompletten Veranstaltung, gefolgt von Iris Julia Berger (Kölner Triathlon-Team) mit 3174 Punkten, sowie Eileen Vieth  mit 3133, und Sanne Leyendecker (beide SC Aqua Köln) mit 2932 Punkten. Während Vieth über 50m Rücken in 0:29,51 Minuten ihre höchste Punktzahl (658) beisteuerte, gelang Sanne Leyendecker Dieses über 200m Freistil

2:08,34 (637).

Bei den Herren wartete Moritz Kemper mit der punktbesten Leistung auf. Den Sprint über 50m Brust absolvierte Moritz in 0:28,01 und erzielte dafür 732 Punkte. Auch über 100m Brust knackte Kemper in 1:02,00 die 700er Marke mit 721 Punkten. Adrian Bierewitz (SG Mönchengladbach) knackte diese Marke über 100m Freistil in 0:50,47 (705). Bierewitz war zugleich mit 3347 Punkten der fleißigste Punktesammler bei den Herren, gefolgt von Sebastian Nuyen (SC Aqua Köln-3063); sowie Lukas Tietze (SC Aqua Köln-2883) und Bennett Gingter (SG Mönchengladbach-2863 Punkte). Sebastian Nuyen zeigte seine stärkste Leistung über 50m Brust (0:29,03). Lukas Tietze glänzte über 50m Schmetterling in 0:25,40.

Überzeugende Leistungen aller Starter-Alle tragen zum Aufstieg bei.

Zum Aufstieg steuerten aber auch die weiteren Starterinnen und Starter des SC Aqua maßgeblich bei. Bei den Damen wusste unser Zugang von der TPSK, Theresa Bechtel besonders über 200m Freistil in 2:08,24 mit neuer persönlicher Bestzeit zu überzeugen. Aber auch über 400m Freistil zeigte sie in 4:43,10 ihr Können. Stefanie Sievernich punktete über 50m Brust in 0:33,82 mit 602 Zählern. Janine Wirz zeigte über 200m Rücken in 2:24,28 ein gutes Rennen. Weiterhin kamen Chloé Müller, Agnes Lockstein, Marie-Therese Flemm und Anja Petrova bei den Damen zum Einsatz.

Bei den Herren war auf Stephane Oris wieder einmal Verlass. Oris überzeugte über 200m Freistil in 1:55,72 und über 400m Freistil in 4:11,25. Mirko Ewald steuerte über 50m Freistil in 0:23,92 und über 100m Freistil in 0:52,65 zum Ergebnis bei. Stefan Ullosat zeigte nach überstandener Schulterverletzung, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. Seine Zeit über 200m Schmetterling: 2:10,15. Auch Markus Engert (Zugang von der SG Essen) steuerte zum Gesamtergebnis bei. Seine stärkste Leistung zeigte Markus über 100m Schmetterling in 0:59,78. Mit Antonino Cancelliere ging ein Altmeister über die Rückenlage an den Start und zeigte, dass er das Metier durchaus nicht verlernt hat. Antonino schlug über 100m Rücken in 1:00,57 an. Weiterhin gingen bei den Herren Benno Hawe, Leif-Leonard Kliesch, Nils Förster und das Nachwuchstalent Gabriel Holzwardt an den Start.

Mit zwölf Startern bei den Herren und zehn Starterinnen bei den Damen kamen alle anwesenden Aktiven in der Halle Ost zum Einsatz.

Beide Mannschaften schafften den souveränen Aufstieg in die Oberliga und erzielten Resultate, die für die 2. Bundesliga gereicht hätten.

Herzlichen Glückwunsch den Aktiven und ihrem Trainer Mitja Zastrow.

 

Das Ergebnis nach Auswertung aller vier Landesligen (Top5)

Damen:

1.) SC Aqua Köln                      (19599 Punkte) 

2.) SG Schwimmteam Köln      (17814 Punkte) 

3.) TV Ratingen                         (17462 Punkte) 

4.) Aachener SV 06                   (17210 Punkte)

5.) SV Neptun Recklinghausen (16561 Punkte)

Herren:

1.) SC Aqua Köln                       (19065 Punkte)

2.) SG Mönchengladbach           (17943 Punkte)

3.) SG Siegen                              (17246 Punkte)

4.) SG Gelsenkirchen                  (17037 Punkte)

5.) Tus Westfalia Hombruch       (16957 Punkte)

(Ergebnis ohne Gewähr)

Bayerschwimmfest in Wuppertal:

Qualifikation für die Verbandsmeisterschaften.

Am Wochenende des 8. und 9. Februar 2020 fand in Wuppertal das alljährliche Bayerschwimmfest im Schwimmsportleistungszentrum in Wuppertal statt. Die Nachwuchswettkampfmannschaft des SC Aqua Köln 2008 e.V. war mit insgesamt 12 Aktiven zur Vorbereitung auf und Qualifikation für die im März stattfindenden Jahrgangsmeisterschaften des Schwimmbezirks Mittelrhein angereist.

Die jeweils sechs Aqua-Jungen und -Mädchen hatten im Vorfeld noch keine großen Erfahrungen auf Langbahnwettkämpfen sammeln können und stießen in Wuppertal gleich auf starke Konkurrenz. Nichtsdestotrotz lieferten sie an den zwei Wettkampftagen gute Leistungen ab. Bei einem vollen Programm mit insgesamt 84 Starts, sammelten sie 52 neue persönliche Bestleistungen, von denen viele schneller als die vorherigen Bestzeiten auf der Kurzbahn waren. Zudem konnten die Athleten siebenfach Edelmetall erringen (zweimal Silber und fünfmal Bronze) und gewannen in ihren Läufen mehrfach vom Veranstalter ausgelobte Schwimmutensilien als Prämien. Mit diesen Leistungen qualifizierten sich sieben Schwimmerinnen und Schwimmer des SC Aqua über tolle 16 Strecken für den kommenden Saisonhöhepunkt, die SBM Meisterschaften in Duisburg.

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